Mizuna

Was ist Mizuna?

Mizuna (Brassica rapa var. nipposinica) gehört zur Familie der Kreuzblütler und ist eng mit Kohl, Pak Choi und Senf verwandt. Ihren Ursprung hat sie in Ostasien und wird seit Jahrhunderten vor allem in Japan kultiviert.

Obwohl Mizuna häufig als „japanischer Senfkohl“ bezeichnet wird, besitzt sie einen deutlich milderen Geschmack als klassische Senfsorten. Ihre fein eingeschnittenen Blätter sind zart, leicht pfeffrig und erinnern an eine Mischung aus Rucola und jungem Kohl.

Heute wird Mizuna nicht nur in Japan, sondern weltweit geschätzt – sowohl als Salatpflanze als auch als Microgreen.

Grüne und rote Mizuna – worin unterscheiden sie sich?

Bei GoGreen bieten wir zwei Sorten an:

Grüne Mizuna. Die grüne Mizuna besitzt hellgrüne, fein gefiederte Blätter und einen milden, angenehm würzigen Geschmack. Sie eignet sich hervorragend für Salate, Sandwiches und Bowls.

Rote Mizuna. Die rote Mizuna zeichnet sich durch dunkelviolette bis rötliche Blätter aus. Geschmacklich ist sie etwas kräftiger und leicht pikanter. Zusätzlich liefert sie natürliche Anthocyane – Pflanzenfarbstoffe, die für die intensive Färbung verantwortlich sind.

Beide Sorten lassen sich hervorragend miteinander kombinieren und sorgen nicht nur für geschmackliche, sondern auch für optische Vielfalt auf dem Teller.

Warum ist Mizuna so gesund?

Wie viele Kreuzblütler enthält Mizuna zahlreiche wertvolle Nährstoffe. Dazu gehören unter anderem:

  • Vitamin A (Beta-Carotin)
  • Vitamin C
  • Vitamin K
  • Folsäure
  • Kalium
  • Calcium
  • Eisen

Darüber hinaus enthält Mizuna Glucosinolate – natürliche Pflanzenstoffe, die typisch für Kreuzblütler sind und derzeit intensiv wissenschaftlich untersucht werden.

Warum gilt Mizuna als besondere Kulturpflanze?

Im Gegensatz zu vielen anderen Gemüsesorten kommt Mizuna in der Natur kaum oder gar nicht als Wildpflanze vor. Botaniker gehen davon aus, dass sie vor mehreren hundert Jahren in Japan aus asiatischen Blattkohl-Arten gezielt weiterentwickelt wurde. Sie ist somit ein Beispiel dafür, wie traditionelle Landwirtschaft durch sorgfältige Auslese eine Kulturpflanze geschaffen hat, die bis heute geschätzt wird.

Eine weitere Besonderheit ist ihre aussergewöhnliche Kältetoleranz. Mizuna gehört zu den robustesten Blattgemüsen und verträgt leichte Fröste bis etwa –5 °C, ohne ihre Qualität zu verlieren. Deshalb wird sie in Japan und vielen europäischen Ländern gerne im Herbst und sogar im Winter angebaut, wenn viele andere Salatpflanzen längst nicht mehr wachsen.

Auch als Microgreen zeigt Mizuna diese Widerstandsfähigkeit. Die Samen keimen zuverlässig, wachsen gleichmässig und liefern bereits nach wenigen Tagen frische, aromatische Blätter. Dadurch gehört Mizuna zu den beliebtesten Kulturen sowohl bei Hobbygärtnern als auch bei professionellen Microgreens-Produzenten.

Was sagt die Wissenschaft?

Mizuna gehört zur Familie der Kreuzblütler – derselben Pflanzenfamilie wie Brokkoli, Kohl und Rucola. Zahlreiche Studien zeigen, dass Gemüse aus dieser Familie reich an Glucosinolaten ist. Beim Zerkleinern oder Kauen entstehen daraus Isothiocyanate, darunter Sulforaphan und verwandte Verbindungen, die intensiv wissenschaftlich untersucht werden.

Darüber hinaus liefert Mizuna Antioxidantien wie Vitamin C, Carotinoide und – bei roten Sorten – Anthocyane.

Eine abwechslungsreiche Ernährung mit verschiedenen Kreuzblütlern wird von Ernährungsgesellschaften weltweit empfohlen.

Warum lohnt sich Mizuna als Microgreen?

Mizuna zählt zu den unkompliziertesten Microgreens. Die Samen keimen zuverlässig, wachsen schnell und bilden bereits nach etwa 8–12 Tagen kräftige, aromatische Pflanzen.

Die Microgreens besitzen einen angenehm würzigen Geschmack, ohne zu scharf zu sein. Dadurch passen sie zu einer Vielzahl von Gerichten.

Mizuna selbst anbauen

Mizuna eignet sich hervorragend für Einsteiger. Sie wächst schnell, ist pflegeleicht und liefert auch auf einer kleinen Fensterbank zuverlässige Erträge.

Unsere sorgfältig ausgewählten Samen besitzen eine hohe Keimrate und eignen sich sowohl für den Anbau von Microgreens als auch für die Aussaat im Garten oder Hochbeet.

Verwendung in der Küche

Mizuna eignet sich hervorragend für:

  • Salate
  • Sandwiches
  • Bowls
  • Sushi
  • asiatische Gerichte
  • Suppen (erst kurz vor dem Servieren hinzufügen)
  • Smoothies
  • dekorative Garnierung

Fazit

Mizuna verbindet japanische Tradition mit moderner Ernährung. Ob grün oder rot – beide Sorten überzeugen durch ihren mild-würzigen Geschmack, ihre einfache Kultivierung und ihre Vielseitigkeit in der Küche.

Als Microgreens lassen sie sich bereits nach wenigen Tagen ernten und sind eine hervorragende Wahl für alle, die frische, aromatische und abwechslungsreiche Pflanzen zu Hause anbauen möchten.

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